Kurzfassung der Geschichte des Seimas
Am 16. Februar 1918 unterzeichnete der Litauische Rat in Vilnius die
Unabhängigkeitserklärung, in der er den Wiederaufbau des
unabhängigen Litauischen Staates mit demokratischer Staatsordnung
erklärte und das Parlament zur Aufnahme der internationalen
Beziehungen mit anderen Staaten beauftragt hat.

Am 16. April 1920 wurde der Konstituierende Seimas in direkter Wahl
gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug über 90 Prozent.
Am 15. Mai 1920 verabschiedete der Konstituierende Seimas in Kaunas
die Erklärung “Über den Wiederaufbau des unabhängigen Litauischen
Staates”. Der 15. Mai wird als Tag des Konstituierenden Seimas
gefeiert.
Am 1. August 1922 verabschiedete der Konstituierende Seimas die
Verfassung der Republik Litauen.
Am 11. Oktober 1922 wurde der erste Seimas gewählt.
Am 13. Mai 1923 wurde der zweite Seimas gewählt.
Am 10. Mai 1926 wurde der dritte Seimas gewählt und nach dem
Staatsstreich vom 17. Dezember 1926 im April 1927 aufgelöst. In
Litauen wurde ein autoritäres Regime unter Führung von Präsident
Antanas Smetona (1926 – 1940) etabliert.
Am 10. Juni 1936 wurde der vierte Seimas gewählt.
Im Juni 1940 wurde Litauen von der Sowjetunion okkupiert.
Im Juni 1988 wurde in Vilnius die litauische Bewegung für die
Umgestaltung “Sàjûdis” gegründet.
Am 24. Februar 1990 wurde der Oberste Rat – der Restituierende
Seimas gewählt. Diese Wahlen waren die ersten freien Wahlen und
endeten mit einem überzeugenden Sieg der Sàjûdis-Kandidaten.
Am 11. März 1990 verabschiedete der Oberste Rat – der Restituierende
Seimas die Erklärung “Über den Wiederaufbau des Litauischen
Staates”, die ein Ende der Besatzung und den Anfang der neuen Ära
des Staates bedeutete.
Nachdem die Erklärung vom 11. März 1990 über die
Wiederherstellung des unabhängigen Litauischen Staates offiziell
angekündigt wurde, verhängte die Sowjetunion politische,
wirtschaftliche und soziale Sanktionen über Litauen.
Nachdem die Erklärung vom 11. März 1990 über die Wiederherstellung
des unabhängigen Litauischen Staates offiziell angekündigt wurde,
verhängte die Sowjetunion politische, wirtschaftliche und soziale
Sanktionen über Litauen.

Im Jahre 1992 wurde der sechste Seimas gewählt.
Über die Mehrheit der Mandate verfügte die Demokratische
Arbeitspartei (die ehemalige selbständige Kommunistische Partei).
Am 31. August 1993 verließ die sowjetische Besatzungsarmee das
Territorium der Republik Litauen.
Am 20. Oktober 1996 wurde der siebte Seimas gewählt. Die
Vaterlandsunion (Konservative Litauens) und die Christlich
Demokratische Partei stellten die stärkste Fraktion im Seimas.

Am 8. Oktober 2000 wurde der achte Seimas gewählt. Die
Sozialdemokratische Partei Litauens und die Neue Union
(Sozialliberalen) stellten die politische Mehrheit.