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Das IPS-Programm wird vom Deutschen Bundestag zusammen mit den drei Berliner Universitäten organisiert. Jährlich haben ca. 120 qualifizierte, politisch interessierte junge Menschen aus 28 Ländern Gelegenheit, politische Entscheidungsprozesse in Deutschland kennen zu lernen und praktische Erfahrungen im Bereich der parlamentarischen Arbeit zu sammeln. Die Teilnehmer des Programms arbeiten in den Büros der Bundestagsabgeordneten und können somit politische Entscheidungsprozesse von unmittelbarer Nähe mitverfolgen und praktische Erfahrungen sammeln.
Das IPS-Programm dauert 5 Monate und setzt sich aus Veranstaltungen, Seminaren und einem Praktikum bei einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages zusammen. Zu Beginn des Programms erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den drei Berliner Universitäten eine Einführung in das örtliche akademische Leben und von der Bundestagsverwaltung einen Einblick in die parlamentarische Arbeit. Dann absolvieren IP-Stipendiaten ein Praktikum im Büro eines Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Im Rahmen einer ganztägigen Beschäftigung werden die Stipendiaten mit den verschiedenen Aufgaben eines Abgeordnetenbüros vertraut gemacht. Dabei wird Wert auf eine aktive Mitarbeit gelegt: Dazu gehören gutachtliche Ausarbeitungen, das Abfassen von Reden, Artikeln und Briefen, die Vorbereitung von Sitzungen sowie Erledigungen von Sekretariatsaufgaben. Darüber hinaus begleiten die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Abgeordneten zu Sitzungen der Ausschüsse, Fraktionen und anderer Gremien und gewinnen Einblicke in die internen Funktionsweisen, Zusammenhänge und Verfahrensabläufe des Parlaments. Vorgesehen ist ferner ein Besuch im Wahlkreis des Abgeordneten.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten können bis zu zwei Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin oder einer der anderen Berliner Hochschulen besuchen. Ergänzend nehmen sie an einem wissenschaftlichen Begleitprogramm der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität teil. Darüber hinaus werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten in Studien-Seminaren der politischen Stiftungen in das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Bundesrepublik Deutschland eingeführt.
Jährlich nehmen am IPS-Programm ca. 120 Teilnehmer aus 28 Staaten teil. So fördert das Programm die Verständigung und Kooperation zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschiedlicher Kulturen. Die Stipendiaten erhalten während des Programms ein Stipendium, freie Unterkunft sowie eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung.
Teilnahmebedingungen und Auswahlverfahren
Zu den am IPS-Programm beteiligten insgesamt 28 Ländern zählen derzeit: Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Frankreich, Georgien, Israel, Kasachstan, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und USA. Die Voraussetzungen sind abgeschlossenes Universitätsstudium, sehr gute deutsche Sprachkenntnisse und jünger als 30 Jahre zum Beginn des Stipendiums.
Die Teilnehmer/innen werden in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt. Die Kandidaten senden der deutschen Botschaft bis zum 30. Juni ihren Lebenslauf, Bewerbungsbegründung, Fragebögen und andere reikiamus Bewerbungsunterlagen zu. Eine erste Auswahl trifft die Deutsche Botschaft in Vilnius. Die danach verbleibenden Bewerber/innen werden zu einem persönlichen Auswahlgespräch mit einer deutschen Kommission im Herbst/Winter 2009 nach Vilnius eingeladen. Jährlich werden drei Stipendiaten aus Litauen ausgewählt, die im März nächsten Jahres nach Berlin fahren.
Mehr Informationen über das IPS-Programm und Auswahlverfahren finden Sie hier.
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